Zinssenkung beim Festgeld der Comdirect Bank
12 September 2011
Comdirect hat sowohl die Zinsen auf ihr Tagesgeld als auch auf ihr Festgeld gesenkt. Damit ist die Commerzbank-Tochter nicht mehr das Maß aller Dinge bei den Zinsen auf Fest- und Tagesgeld.
Beliebter Festgeld Anbieter
War Comdirect lange Zeit einer der beliebtesten Festgeld-Anbieter, so ist die Online-Bank nun erheblich im Ranking abgerutscht. Ungewöhnlich ist, dass die Verantwortlichen diesen Schritt entgegen dem Trend des Marktes gemacht haben. Denn während Comdirect die Zinsen auf ihre Anlageprodukte senkte, erhöhte die Konkurrenz die Verzinsung entsprechend dem Markttrend. So richten sich Zinssenkungen und -erhöhungen normalerweise nach dem aktuellen Zinsniveau in einer Volkswirtschaft, welches von der zuständigen Zentralbank festgelegt wird. Hierbei spricht man auch vom Leitzins, dessen Erhöhung oder Senkung eine Möglichkeit zur Einflussnahme auf die Konjunktur ist.
Bedingt durch die Finanzkrise
Diese hatte nach der Finanzkrise von 2008 stark gelitten, woraufhin die Europäische Zentralbank mit einer ständigen Senkung des Leitzins bis ins Jahre 2009 hinein versuchte, die Geldmenge in der EU zu erhöhen. Da die Banken ihre Zinssätze aber mehr oder weniger stetig an den Leitzins anpassen, sanken dementsprechend auch die Zinsen auf die gängigsten Festgeldkonten. Die einzige Ausnahme stellte hierbei die Comdirect dar, welche nun abermals entgegen dem Trend eine Zinsanpassung vornimmt und ihre Zinsen auf das Festgeld auf 0,80 Prozent für eine Laufzeit von 2 Monaten, auf 1,15 Prozent für eine Laufzeit von 3 Monaten und auf 1,40 Prozent für eine Dauer von 3 Monaten bei gleichzeitiger Einlage von mindestens 50 000 Euro senkt. Damit ist die Tochter der Commerzbank um ein Vielfaches unattraktiver für Anleger geworden. Es ist daher davon auszugehen, dass Comdirect keine neuen Gelder benötigt. Zumindest mittelfristig wird aber auch sie ihre Zinsen wieder an den Markt anpassen und damit erneut an Attraktivität zulegen.
